Für unsere Vision sind wir zurückgegangen an die Schwelle von alttestamentlicher zu neutestamentlicher Gemeinde. Was hat Jesus selber seinen Jüngern mit auf den Weg gegeben, unmittelbar bevor Gemeinde im neutestamentlichen Sinne entstehen sollte? Welche Vision gab er denen, welche die ersten sein sollten, die Gemeinde nach seinem Willen zu gründen und zu leben?
Zwei Bibelstellen scheinen uns hier als entscheidend. Bei beiden handelt es sich um Worte Jesu nach seiner Auferstehung, kurz bevor er vor den Augen der Jünger gen Himmel fuhr.
Matthäus 28, Vers 19 und 20:
"Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt."
Und Apostelgeschichte 1, Vers 8:
"Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist über euch kommt und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde!"
Uns sind an diesen beiden Bibelstellen als Gemeinde folgende Punkte besonders wichtig:
- Wir sollen sich reproduzierende Christen und damit auch Gemeinden sein.
- Es kommt nicht auf Mitgliederzahlen an, sondern alle ALLES zu lehren, was der HERR seine Jünger gelehrt hat.
- Es gibt eine Strategie.
Und so liest sich die Vision unserer Gemeinde wie folgt:
Wir wollen eine wachsende, sich vervielfältigende Gemeinde sein, die völlig hingegebene Jünger macht, die Köln, Nordrheinwestfalen und ganz Deutschland erreichen und ganz Europa beeinflussen.
Evangelisation
So trivial es auch klingen mag, ist es doch um so wichtiger zu erwähnen, dass unsere Hauptaufgabe als Christen die Evangelisation ist.
In Apostelgeschichte 8, Vers 4 heißt es:
"Die nun, welche sich zerstreut hatten, zogen umher und verkündigten das Wort des Evangeliums."
Das war für die ersten Christen das aller Selbstverständlichste. Dorthin, wo sie geflohen waren, gab es noch gar keine Gemeinden und der erste für sie natürliche Schritt war Evangelisation.
Predigt, Glaube, Taufe
Was bewirkte diese Evangelisation? Aus der evangelistischen Predigt erwuchs Glaube und als Folge und sichtbares Zeichen ihres Glaubens ließen sich die Neubekehrten taufen. So und nicht anders!
Beispielhaft sei hier die Bekehrung der ersten Europäerin Lydia aus Apostelgeschichte 16, Verse 14+15 zitiert:
"Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus Thyatira, hörte zu; und der Herr tat ihr das Herz auf, dass sie acht hatte auf das, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber samt ihrem Hause getauft worden war, bat sie und sprach: Wenn ihr davon überzeugt seid, dass ich an den HERRN gläubig geworden bin, kommt in mein Haus und bleibet daselbst! Und sie nötigte uns."
Geografische Ausbreitung
Der letzte Aspekt der Vision bezieht sich auf die Strategie; nämlich auf die geografischen Ausbreitung in konzentrischen Kreisen. Jeder hat schon mal einen Stein ins Wasser geworfen, um die sich immer weiter ausbreitenden Wellenkreise zu beobachten. Genauso sollen wir nicht willkürlich den Erdkreis bereisen, sondern das Evangelium strategisch weitergeben.
In Apostelgeschichte 1, Vers 8 sagt der Herr Jesus zu seinen Jüngern:
"sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist über euch kommt, und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde."
Dieser strategische Hinweis Jesu an seine Jünger steht zu Anfang der Apostelgeschichte und die ganze Apostelgeschichte ist dann ein mustergültiges Beispiel zur Umsetzung dieser Strategie.
- Zeugen in Jerusalem: Umgesetzt zu sehen in Kapitel 1-7 (5,28)
- Zeugen in Judäa und Samaria: Umgesetzt zu sehen in Kapitel 8-12 (8,25)
- Zeugen bis ans Ende der Welt: Umgesetzt zu sehen in Kapitel 13-28 (17,6), zumindest, was die damals bekannt Welt anbelangte.
Jetzt gilt es unser Jerusalem zu definieren. Das ist Köln, da wir unsere Arbeit hier in Köln starten. Dann wäre Judäa und Samaria als Nordrheinwestfalen zu sehen und darüber hinaus eben Deutschland und Europa.
|